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Auf den Spuren essbarer Wildkräuter
Bei herrlichem Herbstwetter machten sich am Ende September elf Naturbegeisterte auf den Weg, um die Welt der heimischen Wildkräuter zu entdecken. Unter fachkundiger Leitung von Bea Roduner und Monika Stahel führte der Weg in Richtung Eichliwald-Hütte.


Entlang des Weges entdeckte und sammelte die Gruppe acht verschiedene Pflanzenarten. Die beiden Expertinnen vermittelten dazu spannendes Hintergrundwissen und erklärten anschaulich die typischen Erkennungsmerkmale, die charakteristischen Duftnoten sowie die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten der Wildkräuter. Ein besonderes Augenmerk galt der Sicherheit – insbesondere der Gefahr, essbare Pflanzen mit giftigen Doppelgängern zu verwechseln.
Für Begeisterung sorgte auch die
Legende von Königin Anne (Grossbritannien, 1702–1714):
Sie klöppelte einst weisse Spitze. Dabei stach sie sich versehentlich mit der Nadel in den Finger und ein einzelner Tropfen Blut fiel mitten auf das weisse Werk.
Die dunkelrote Einzelblüte im Zentrum der filigranen weissen Dolde der Wilden Möhre zeigt der Legende nach den Blutstropfen von Königin Anne, die sich beim Klöppeln in den Finger gestochen hat.

natur-tagebuch.ch

Nach einem kurzweiligen Marsch erreichte die Gruppe das Jägerhüttli. Dort wurde die gesammelte Pflanzenvielfalt ausgebreitet und das neu erworbene Wissen nochmals gemeinsam aufgefrischt.
Anschliessend folgte der kulinarische Teil des Ausflugs: Die Kräuter wurden fein gehackt, die gesammelten Buchennüsschen geröstet und geschält. Gemeinsam verarbeiteten die Teilnehmenden die Zutaten zu köstlichen Dip-Saucen. Zusammen mit Bea’s selbst gebackenem Brot und einer frisch gegrillten Wurst entstand ein einfaches, aber umso schmackhafteres Menü, das alle geniessen konnten.

Die Teilnehmenden bedanken sich herzlich bei den beiden Organisatorinnen Bea Roduner und Monika Stahel für diesen lehrreichen, genussvollen und bestens organisierten Herbstausflug.
Thomas Trachsler
Bilder und Text: Thomas Trachsler

